Friedrich Gottlob Hoffmann

(Belgern/Sachsen 1741 – 1806 Leipzig). Einer der erfolgreichsten Möbeltischler und -fabrikanten seiner Zeit. Seit 1770 Hofkabinettischler, erhält er 1780 das Leipziger Bürgerrecht. Protegiert von Friedrich August III eröffnet er 1784 einen eigenen Betrieb, entwickelt eine Produktpalette variabler Grundtypen, die auf Vorrat produziert werden konnten und auf Messen angeboten wurden.
(Belgern/Sachsen 1741 – 1806 Leipzig). Einer der erfolgreichsten Möbeltischler und -fabrikanten seiner Zeit. Seit 1770 Hofkabinettischler, erhält er 1780 das Leipziger Bürgerrecht. Protegiert von Friedrich August III eröffnet er 1784 einen eigenen Betrieb, entwickelt eine Produktpalette variabler Grundtypen, die auf Vorrat produziert werden konnten und auf Messen angeboten wurden. Als erster Möbelproduzent im deutschsprachigen Raum publiziert er 1789 und 1795 - damals ein völlig neuer Kommunikations- und Distributionsweg - eigene Firmenversandkataloge . Durch seine intensive Zusammenarbeit für die bedeutende Kunsthandlung Carl Christian Heinrich Rost und Anzeigenschaltungen im „Journal des Luxus und der Moden“ mit mtl 25.000 (!) Lesern erfasste er größtmöglichstenen Verbreitungsgrad. Der Vertrieb der vorwiegend englisch beeinflussten fein verarbeiteten Möbel erfasste deutsche wie auch angrenzende Länder von Polen und Russland bis England. Kunden waren vorwiegend der Adel (Höfe von Gotha, Weimar, Braunschweig und Dessau) aber auch das betuchte Bürgertum vorwiegend Leipzigs. Seine außerordentliche Bedeutung wurde gerade in einer ersten großen wissenschaftlichen Bestandsaufnahme von Michael Sulzbacher und Peter Atzig: „Friedrich Gottlob Hoffmann“ und einer umfassenden Ausstellung im Grassi Museum für angewandte Kunst in Leipzig gewürdigt.