Karl Friedrich Schinkel

(Neuruppin 1781 – Berlin 1841). Einflussreichster Architekt seiner Zeit in Preussen, auch bedeutender Städteplaner, Maler und Grafiker, Bühnenbildner und Entwerfer von Möbeln und Inneneinrichtungen. Er gilt als wesentlicher Gestalter des preussischen Klassizismus, war Leiter der Oberbaudeputation und Architekt des Königs. Da ihm fast alle preussischen Bauvorhaben für das Königreich unterstanden prägt sein Stil noch heute das Berliner Stadtbild.
(Neuruppin 1781 – Berlin 1841). Einflussreichster Architekt seiner Zeit in Preussen, auch bedeutender Städteplaner, Maler und Grafiker, Bühnenbildner und Entwerfer von Möbeln und Inneneinrichtungen. Er gilt als wesentlicher Gestalter des preussischen Klassizismus, war Leiter der Oberbaudeputation und Architekt des Königs. Da ihm fast alle preussischen Bauvorhaben für das Königreich unterstanden prägt sein Stil noch heute das Berliner Stadtbild. Enge Freundschaft verband ihn mit Friedrich Gilly, Clemens von Brentano und Wilhelm v. Humboldt, den er auf seiner Bildungsreise nach Italien 1804 kennenlernte. Humboldt vermittelt ihn auch an den Königshof, 1810 die Inneneinrichtungsgestaltung der Räume Königin Luises neu zu gestalten. Seit 1815 kann er sich schließlich weitgehend der Architektur widmen. Er erschliesst die Gotik neu und verbindet sie mit dem Klassizismus Gillys. Unter den zahllosen architektonischen Werken Schinkels wie z.B. dem ersten öffentlichen Museum, dem Alten Museum, dem Schauspielhaus, dem Neuen Pavillion in Charlottenburg, der Friedrichswerderschen Kirche (heute Schinkelmuseum) oder der Umgestaltung des Tegeler Schlosses für W.Humboldt war die 1835 fertiggestellte Bauakademie mit ihrer funktionalen Schlichtheit am zukunftsweisendsten für Architekten bis hin zum Bauhaus. Rückblickend wird der gestalterische Stil Schinkels über seine berühmte Schüler und Nachfolger Ludwig Persius oder Friedrich August Stüler als Schinkel-Schule bezeichnet.
Von seinen zahlreichen Möbelentwürfen sind etliche dem Modestil entsprechend schon zu seinen Lebzeiten kopiert worden. Seine Entwürfe wurden von seinem Schüler und Mitarbeiter Ludwig Lohde nachgezeichnet und noch zu Lebzeiten publiziert. Heute sind nur wenige realisierte, eindeutig zugeschriebene Möbelentwürfe von Schinkel bekannt - Korpusmöbel gar keine. Seine bekannten Gartenmöbel aus Gusseisen werden heute wieder hergestellt ebenso wie einige Entwürfe für die KPM. Zahlreiche Möbel und Einrichtungsgegenstände von seiner Hand sind u.a. im Kupferstichkabinett erhalten.