Kunsthandel
Georg Böhringer
Möbeldesign des 18. bis 20. Jahrhunderts

Couchtisch (zugeschrieben Herbert Hirche)
Tee- bzw. Heißwasserkanne von Peter Behrens für AEG um 1910.

Unser Augenmerk liegt auf dem Außergewöhnlichen des Einfachen,

sei es einem Friedrich Gottlob Hoffmann, der um 1780 neue Akzente/Maßstäbe in der Systematisierung der Produktion und im Vertrieb fand (2015 mit einer fulminanten Ausstellung und Katalog im »Grassi Museum für Angewandte Kunst Leipzig« gewürdigt) oder einem Jean-Joseph Chapuis mit seiner innovativen Erfindung des weltweit ersten schichtverleimten Stuhls in Leichtbauweise um 1805, der den Geist der thonet’sche Möbelrevolution eine Generation vorwegnahm.
Der Schaukelstuhl von Francois Turpin um 1935 reduziert und minimalisiert Modelle Thonets von 1850 um das Wesentliche und ist trotzdem funktionell und bequem. Etwa zur gleichen Zeit entwickelt Karl Schneider, der wie Vertreter des Bauhauses zur aufstrebenden jungen Moderne der Architektur gehörte, ein Typenprogramm für Möbel. Das Sideboard ist das bislang einzig bekannte realisierte Exemplar. Carlo Mo adaptiert 1980 einen archaischen afrikanischen Stuhl, verändert ihn nur unwesentlich durch neue Materialien und betont dadurch seine ursprüngliche, »moderne« Formgebung.
…und nichts ist, wie es scheint…
Ein Bambusstuhl um 1785 ist nicht einfach aus Bambus, sondern ein »fault bamboo«, ein aufwendigst geschnitztes und gefasstes höfisches Möbel als dreidimensionales »tromp d'euil« von Andreas Kirkerup und Erik Pauelsen.

Sitzen.

ArmlehnstühleJean-Joseph Chapuis

Jean-Joseph-Chapuis-Bugholz-Armlehnstuehle

Erster schichtverleimter und gebogener Stuhlentwurf in Leichtbauweise – ein innovativer Meilenstein der Designgeschichte.
2x Rüster schwarz gefasst mit Goldmalerei, vergoldeter Fassung und Messingschuhe; sowie 4x weiß gefasst (spätere Fassung 19.Jhd., Chateau Oostkamp) und vergoldetem Bugholz

Chip-ChairCarlo Mo

Carlo-Mo-ChipChair

Für Tecno/Mailand; limitierte Auflage Tecno Collezione ABV 1965/1991. 
Eiche Afrikarot grundiert und geschwärzt. Stahlfuß mit Etikett.

4 Stühle »fault bamboo«Entwurf Chambers / Kirkerup / Paulsen

William-Chambers-fault-bamboo

Buche gedrechselt, geschnitzt und gefasst. Originalzustand.
Inventarnr. 338, Stempel »Eigenthum« mit Herzogskrone. »Herzogl. Garten«.
Residenzschloss Altenburg/Thüringen.

SchaukelstuhlFrancois Turpin

Schaukelstuhl Turpin

Über den Entwerfer Francois Turpin ist außer dem Namen und einem Beitrag in der Zeitschrift „Art et Décoration“ im Mai 1933, S. 153 und 154 von Pierre Migennes unter dem Titel »Les meubles de Francois Turpin« nichts weiter bekannt. Zwei unterschiedliche Ausführungen aus Winkelstahl und Tuch als Liege oder Chaise longe und Schaukelstuhl oder Fauteuil à bascule sind in weniger als 10 Exemplaren auf dem Kunstmarkt aufgetaucht. Er zählt mit diesen Entwürfen jedoch zur Avantgarde seiner Zeit in Paris, was ein Foto vom Schaukelstuhl mit René Herbst unterstreicht.

2 StühleJacob D.R.Meslée

Jacob-D-Meslee-Stuehle

Francois-Honoré-Georges und Georges Jacob (Ausführung 1803-1813: Jacob D.R Meslee) 2 Stühle. Originale, restaurierte weiße und goldene Fassung.
(vergl. Die Bestuhlung vom Schlafzimmer Napoleons I au Grand Trianon Schloss Versailles, abgebildet in Denise Ledoux-Lebard: Le Mobilier Francais du XIX Siècle, S. 274. Im Inventar aus dem Schloss Chanteloup befanden sich ein Sessel in identischer Ausführung. (vergl. Etude Tajan Katalog für 14.03.2001, S.50, Abb. 238)

SiestaliegeGebrüder Luckardt

Gebrueder-Luckardt-Siestaliege

Die beiden Brüder führten von 1921 bis 1954 gemeinsam ein Architektenbüro - von 1924-34 zusammen mit dem jüdischen Architekten Alfons Anker unter dem Namen "Gebrüder Luckhardt und Anker". Sie waren als radikale Verfechter des "Neuen Bauens" (s. Bauhaus oder de Stijl) Mitglieder der Novembergruppe", des "Arbeitsrates für Kunst", der "Gläsernen Kette" (Max Taut) und der fortschrittlichen Architektengruppe "der Ring". Das 1934 fertiggestellte Landhaus Kluge in Berlin Charlottenburg wird heute als die Luckhardt-Villa bezeichnet. Die Brüder entwarfen in den 30er Jahren auch Möbel aus Stahl und Holz, die heute als moderne Designklassiker gelten; so die der Freischwinger Desta S 36 oder die Siesta-Medizinalliege für Thonet 1936.

Lounge ChairPeter Hvidt

Peter-Hvidt_Lounge-Chair big

Peter Hvidt & Orla Molgaard für Nielsen, France & Son, 1953 Gestell aus Eiche und Teak

DaybedPeter Hvidt

Peter-Hvidt_Lounge-Daybed big

Entwurf: Peter Hvidtn &Orla Molgaard-Nielsen für France&Son 50er Jahre - Originales Gestell aus Teakholz mit den Maßen: 190cm x 76cm; Sitzhöhe 43cm

Sesselpaar Modell 118Grete Jalk

Grete-Jalk-Teak-Lounge-Chair

Sesselpaar Modell 118 von Grete Jalk (1920-2006) für France & Daverkosen (heute France & Søn). Gestell aus Teakholz. Erste Version mit Spannfederdraht um 1950. Später wurden sie durch Holzleisten ersetzt.

SalonstuhlKarl-Friedrich Schinkel

Karl-Friedrich-Schinkel-Salonstuhl-PalaisCumberland

Entwurf: Karl Friedrich Schinkel (1781-1841), Berlin 1828/30. Ausführung: Werkstatt Karl Wanschaff oder Christian Sewening, Berlin. - Der Stuhl erinnert an antike Vorbilder, wie sie in Pompei aus Bronce und Tuch dargestellt sind. Hier wurde er aus massivem Mahagonie, sowie mahagoniefurnierter Kiefer mit Ahorneinlagen nachempfunden. Der fast zart wirkende Stuhl ist von beeindruckender Qualität. Das äußerst filigran eingelegte Rückenblatt, welches Tuch simmulieren soll, ist schichtverleimt. Mit großer Wahrscheinlichkeit stammt er aus dem Inventar Palais Cumberland, Sitz des späteren Königs von Hannover Ernst August. Teil eines Satzes von ursprünglich 24 Stühlen. Entwurfszeichnung von Ludwig Lohde (Schüler und Mitarbeiter Schinkels) im Kupferstichkabinet SMB nach Zeichnungen von Schinkel. »…das mit Abstand aufwändigste Exemplar aller erhaltenen Stühle von Schinkel« (Dr. Achim Stiegel in seinem Dossier über diesen Entwurf von 2013)

Sitzensemble mit TischGeorg Nelson

Gebrueder-Luckardt-Siestaliege

Sitzensemble von 5 Stuhlen und einem Tisch des SWAG LEG CHAIRS Georg Nelson (1908-1986) mit Charles Pollock ab 1958 für Herman Miller. Die excellent erhaltene Sitzgruppe von 5 SWAG LEG CAIRS und einem Tisch stammt aus den 70er Jahren. Nelson schwebte ein skulpturaler Entwurf vor: so entstand die Trennung von durchbrochenem Rücken und Sitzschale. Der Stuhlfuß wurde wie auch der vom Tisch der Eames Collektion entnommen und speziell für Deutschland produziert.

4 BergèrenFrankreich um 1800

4-Bergehren-um-1800 1

Frankreich um 1800. Prov. Schloss Caen. originale weiße Fassung Vier original weiß gefasste Armlehnsessel, Französisches Directoire um 1800/Empire. Aus einem niederrheinischen Schloss. Originale Gurtung, originales Leinen. Polsterung neu.

BoomerangstuhlHans Mitzlaff

Boomerangstuhl

Hans Mitzlaff für Eugen Schmidt. Soloform um 1953 Sehr früher Boomerangstuhl mit Metallfüßen – vor dem sehr ähnlichen bekannten Entwurf von Peter Hvidt produziert. Kirschbaumholz und Aluminium.
Maße: Höhe 76 cm; Breite 52 cm; Tiefe 64 cm

6 StühleJean-Joseph Chapuis

Jean-Joseph-Chapuis-6Stuehle

Werkstatt: Jean Joseph Chapuis (gestempelt). Paris/Brüssel um 1815/20 Kirschbaum. Rückenlehne mit Messing und geschwärztem Furnier eingelegt. Restauriert und neu aufgepolstert. Auf dem Mittelsteg gestempelt CHAPUIS.

5 StühleSachsen um 1795/1800

Saechsische-Stuehle-um-1795

2 von insgesamt 5 identischen sächsisch/thüringischen Stühlen um 1795/1800 Die in ähnlich englisch beeinflusster, optisch leichter Machart mit unterschiedlichen Rückengestaltungen verbreiteten Modelle aus der Zeit zwischen 1795-1805 werden oftmals F. G. Hoffmann zugeordnet. Eine gesicherte Zuschreibung wäre allerdings rein spekulativ. Stilistisch stehen diese Entwürfe im Übergang vom Louis Seize zum Frühbiedermeier. Zumeist wurden sie in Buche gebaut und eingefärbt oder gefasst.

Stellen. Legen.

SideboardKarl Rudolf Schneider

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Karl Rudolf Schneider gehörte vor dem Krieg zu den Stars der jungen Architekturmoderne. Einzig realisiertes bekanntes aus seinem Typenkatalog von 1930-31. Mit Holzauswahl und Erscheinungsbild nimmt der Architekt die 60er Jahre vorweg – lediglich die Versatzelemente (seitl. vorspringende Türen und Füße, die schwarz abgesetzt sind, sowie die Griffe verweisen auf ein frühes Datum). Von dem 1930/31 entwickelten und auch publizierten Typenmöbelkatalog mit ca. 50 Modellen ist kein weiteres realisiertes Möbel bekannt.
Vergl. Robert Koch, Eberhard Pook: Karl Schneider. Leben und Werk (1892-1945), Hamburg 1992 Ausstellungsbuch des Museums für Kunst und Gewerbe Sideboard Teak furniert. Maße: Höhe 95 cm; Breite 165 cm; Tiefe 58 cm

SchreibschrankBerlin/Potsdam

Harlekintisch - Hoffmann

Schreibschrank um 1805/10 Berlin/Potsdam Mahagonie, Birkenmaser, Apfel und Ahorn. Das zierliche, französisch beeinflusste Möbel hat drei Schubladen im Unterteil, darüberliegend eine Schreibklappe mit Bogensegment sowie einen Kopfschub. Die seitlich flankierenden Hermenpilaster mit Marmorbüsten enden Bodenseits in grün gefassten Eisengussfüßen.
Maße: Höhe 147 cm, Breite 103 cm; Tiefe 48 cm

SekretärJohann Gottlob Fiedler

Johann-Gottlob-Fiedler-Sekretaer-um-1790

Das zierliche mahagoniefurnierte Möbel gehört zu einer inzwischen Fiedler zugeschriebenen Werkgruppe von etwa 10 frühen Schreibschränken, die alle keine 150 cm Gesamthöhe, zumeist statt der Schubladen im Unterteil zwei Türen, hinter der Schreibklappe eine Reihe hellgelber Buchsbaumsäulen in offenen Ablagefächern besitzen und meist mit Zederfurnier ausgekleidet sind. Der einfache Aufbau weist ausgefeilte Details auf wie die flache Schürze an der unteren Traverse, in furnierstärke abgesetzte Füllungen, ausgesucht feine Beschläge wie die zu beiden Seiten des Kopfschubes angebrachten Frauenhermen und vor allem das äußerst fein nuancierte Wedgewoodmedallion, welches von einem Stahlkranz mit polierter Kristallschliffimitation eingefasst wird.

Literatur:
Vergl.: Dr. Achim Stiegel: Berliner Möbelkunst, München/Berlin 2003, S. 351-353 u. 359
Höhe 139,5 cm; Breite 79,5 cm; Tiefe 40,5 cm

CouchtischHerbert Hirche

Couchtisch Herbert Hirche - Peter Behrens

(zugeschrieben Herbert Hirche), 50ger Jahre
Winkelstahl schwarz lackiert. Originale Glasplatten. Möglicherweise Einzelanfertigung.
Tee- bzw. Heißwasserkanne von Peter Behrens für AEG um 1910.

Maße: 63cm x 63cm, Höhe 40cm

Herbert Hirche war einer der einflußreichsten deutschen Möbel- und Produktdesigner sowie auch Architekt. Eine Schlüsselfigur des deutschen Nachkriegsdesigns in der Tradition des Bauhauses.
Gelernter Tischler, Bauhausschüler, ab 1934 Mitarbeiter von Mies van de Rohe, ab 1939 von Egon Eiermann und nach 1945 von Hans Scharun. Mitglied des deutschen Werkbundes und Präsident des Verbandes deutscher Industriedesigner. 1948-1950 Professor an der Hochschule für angewandt Kunst in Berlin Weissensee. Ab 1952 Professor für Innenarchitektur und Möbelbau an der Akademie für bildende Künste in Stuttgart; zuletzt auch deren Rektor.
Seine Arbeiten wurden 1957 auf der Trienale in Mailand, 1958 auf der Weltausstellung in Brüssel und auf der Dokumenta III 1964 ausgestellt.
Er entwarf Möbel für die Fa. Christian Hölzäpfel und gestaltete neben Gugelot Produkte für die designorientierte Firma Braun. Später folgte Dieter Rams.

Zwei kleine SideboardsChrista von Paleske

XX

Entwurf: Christa von Paleske für Göppinger Möbelwerkstätte um 1955.
Christa von Paleske (Freiherrin Christa von Prittwitz und Gaffron)

Zwei kleine Sideboards
Esche furnierter Korpus. Füße türkis lackierte Stahlbänder
Breite 110cm
Tiefe 42cm
Höhe 75cm

SchreibtischFranco Albini

Albini-Schreibtisch-50er-Metall-Glas

Franco Albinis Schreibtisch kombiniert Glas, Stahl und Holz mit markanter Klarheit und Ausgewogenheit. Als klare Demonstration von Albinis rationalistischer Designphilosophie und minimalistischer Ästhetik bezieht das Design seinen Reiz aus der Einfachheit der Form und der Zelebrierung des Materials, ohne störende Verzierungen.

Das Design des Schreibtisches zeigt Albinis Engagement für rigorose Handwerkskunst und Eleganz, die auf einer minimalistischen Ästhetik aufbauen.
Die Oberseite ist aus poliertem Flachglas.
Zwei Schubladen »schwebender« Holzsockel.
Hintere offene Ablage für Zeitschriften oder kleine Bücher.
Rahmen und Beine aus Vierkantstahlrohr mit lackierter Oberfläche.

BesprechungtischHans Schwippert

Hans-Schwippert-Besprechungstisch

Hans Schwippert wuchs im Bergischen Land und Ruhrgebiet auf. Nach seinem Abitur am Realgymnasium Essen-Altenessen und Kriegsdienst an der Westfront studierte er ab 1919 Architektur, zunächst an den Technischen Hochschulen Hannover und Darmstadt, dann ab 1920 an der Technischen Hochschule Stuttgart. Dort schloss er sein Architekturstudium 1923 bei Paul Schmitthenner mit dem Diplom ab.
Bundeshaus Bonn (Umbau und Erweiterung der ursprünglich geplanten Pädagogischen Hochschule Bonn, 1949)
Bundeskanzleramt, Umbau und Erweiterung Palais Schaumburg (1950)

1924 ging Hans Schwippert nach Berlin. Er arbeitete im Bauatelier von Erich Mendelsohn und lernte 1925 Ludwig Mies van der Rohe kennen. 1926 beteiligte er sich am Wettbewerb Frauenfriedenskirche Frankfurt. 1927 baute er für seine Eltern ein Wohnhaus in Duisburg und holte ihn Rudolf Schwarz als Lehrer des Vorkurses und der Entwurfsklasse an die Werkkunstschule Aachen. Bis zur Schließung der Werkkunstschule Aachen durch die Nationalsozialisten im Jahre 1934 arbeitete Schwippert mit Schwarz und Johannes Krahn zusammen. Er entwarf Möbel, Einrichtungen, Ausstellungen. Er trat 1930 in den Deutschen Werkbund ein und baute zwischen 1934 und 1938 für seinen Bruder, den Bildhauer Kurt Schwippert, ein Atelierhaus in der Eifel, 1937 die Deutsche Kapelle im Pavillon Pontifical auf der Weltausstellung in Paris wie Wohnhäuser in Bad Godesberg, Aachen, Düsseldorf, Berlin.
1946 folgte Hans Schwippert dem Ruf als o. Professor auf den Lehrstuhl für Werklehre und Wohnbau der RWTH Aachen (1946–1961) und übernahm gleichzeitig den Neuaufbau der Lehre wie der Klasse für Baukunst an der Staatl. Kunstakademie Düsseldorf, die er als ihr Rektor von 1956 bis zu seiner Emeritierung 1966 internationales Ansehen verschaffte.

Hans Schwippert, der bis zu seinem Tode 1973 in Düsseldorf lebte, prägte insbesondere mit dem Bundeshaus Bonn (1949), der Viktorshöhe in Bad Godesberg (1949), dem Bundeskanzleramt im Palais Schaumburg (1950), dem neugestalteten Innenraum der wiederaufgebauten St.-Hedwigs Kathedrale Berlin (1952–1963) und dem Wohnhochhaus im Hansaviertel Berlin die frühe Nachkriegsmoderne der Bonner Republik. Als Objektgestalter entwarf er Systemmöbel, Sakralgegenstände sowie Bestecke für C. Hugo Pott und stellte zusammen mit seinem Bruder, dem Bildhauer Kurt Schwippert, in der Galerie Lempertz Contempora Köln (Dezember 1969 bis Januar 1970)
https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Schwippert

Ende 50ger Jahre. Einzelanfertigung für die Geschäftsführung eines Verlagshauses.
Rüster massiv und furniert

Regalfrei stehend

Grosses-Sideboard

Regal frei stehend, Schweiz Italien 1950

Kommode MünchenHofschreinerei Daniel München

Kommode-Muenchen-Erle - Hofschreinerei Daniel München um 1810

Kommode München Hofschreinerei Daniel München um 1810 (zugeschrieben) Erlenmaser auf Fichte furniert, ursprünglich gebräunt und getuscht. Äußerst reduzierter, modern anmutender zweischübiger Korpus ohne Leistenvorsprünge, der auf bündig fortlaufenden hohen Spitzbeinen ruht. Der Korpus ist an der Ober- und Unterkante mit schwarz polierten und mit Goldmalereibandwerk versehenen, bündig in den Korpus gesetzten Birnbaumleisten eingefasst. Das monolitisch wirkende Möbel ist komplett mit Erlenmaserholz furniert.
Maße: 119 cm x 62 cm, Höhe 87 cm

SideboardJaques Adnet*

Jaques-Adnet-Sideboard-close

Sideboard, Jaques Adnet (zugeschrieben). Paris 40er Jahre Ahorn und Kalbsleder furniert. Streng dreiteilig gegliederter Korpus mit zwei flachen Schiebefächern auf der Oberseite.
Maße: Höhe 104 cm; Breite 290 cm; Tiefe 55 cm

EmpirekonsoltischFrankreich/Lombardei

EmpireKonsole-mit-Schwan

Empirekonsoltisch, Frankreich/Lombardei, Original gold, grauweiss und schwarz gefasstes, restauriertes Empirekonsoltischchen. Die dominanten vergoldeten Schwanentorsi mit Tatzenfuß sind von hoher bildhauerischer Qualität.

HarlekintischFriedrich Gottlob Hoffmann

EmpireKonsole-mit-Schwan

Harlekintisch, Entwurf/Werkstatt: Friedrich Gottlob Hoffmann (1741-1806), Der »Harlekintisch aus der Werkstatt (F.G.) Hoffmanns stammt laut einer alten Inschrift unter einem der Schubkästen aus dem Besitz der Dominika Anna Maria Freiin von Gillern. Dominika von Gillern wurde 1789 zur Äbtissin von Trebnitz gewählt, dem bedeutensten reichsunmittelbaren Kloster Schlesiens mit vielen Niederlassungen. Vielleicht diente das Möbel als Reiseschreibtisch. Die Beine lassen sich zur Erleichterung des Transports abschrauben.« (Michael Sulzbacher: »Erzeugnisse seiner Werkstatt«, S. 236, 238 u. 239, in: Grassi Museum (Hrsg.): Friedrich Gottlob Hoffmann, Leipzig 2014. Ausgestellt in gleichnamiger Ausstellung 2014. Das Verwandlungsmöbel kann über verschiedene Tischblätter als Konsol-, Spiel- und Schreibtisch genutzt werden. Über eine Mechanik fährt das Eingerichte aus der Schreibfläche mit 6 kleinen Schubkästen und einer Mitteltüre sowie einem »Kopierpulte« hoch. Der Entwurf von Hoffmann war bereits 1787 im »Journal des Luxus und der Moden« als »eine Art englischer Schreibtisch« inseriert, geht auf eine vereinfachte Version der von Abraham Roentgen um 1750 verwendeten Technik zurück. Nach gleichem Prinzip konstruiert, sind die Stahlfederarme durch hölzerne Eschefederarme ersetzt.

SideboardHans Schwippert

Sideboard Nußbaum furniert, Hans Schwippert entwarf diverse Versionen dieses Möbels wie auch Schreibtische und Sitzmöbel für der das Bundeshaus und den deutschen Bundestag sowie auch als Direktor für die Kunstakademie Düsseldorf. Abbildung aus: Aus den Trümmern 1945/1952, S.159

HalbschrankJohann Gottlob Fiedler*

Johann-Gottlob-Fiedler-Halbschrank-um-1805-1

Johann Gottlob Fiedler (zugeschrieben)
Halbschrank um 1800, Berlin um 1800. Außerordentlich seltener Möbeltypus. Höfisches, vertikoähnliches Möbel mit zwei Türen und darüberliegender Schublade. Seiten und Türen schattenfugenkassettiert. Mahagonie mit originalen feuervergoldeten Broncen. Historischer, patinarestaurierter Zustand.
Maße: Breite 91cm; Tiefe 40cm; Höhe 147cm